Woodstock, Neue Deutsche Welle und Waldpädagogik


Beim Festakt wird das 30jährigen Bestehen des Haus des Waldes mit der Aufbruchsstimmung in den 60er und 80er-Jahren gefeiert


Eric Gauthier, Tänzer, Choreograph, Sänger, Leiter der Dance Company des Theaterhauses Stuttgart und nicht zuletzt Nachbar und Fan des Haus des Waldes sorgte für Aufbruchsstimmung, in dem er den Abend mit einem Song eröffnete, der an das große Woodstock-Festival vor 50 Jahren erinnert. Diese Aufbruchsstimmung zog sich durch den ganzen Abend.

„Revolutionäre sind wichtig für Veränderungen in der Gesellschaft.“ Mit dieser Botschaft unterstrich Prof. Ginter von der Hochschule Nürtingen das Moto „Visionen und Utopien“ unter welchem der Festakt zum 30jährigen Jubiläum des Haus des Waldes stand. „Genauso wichtig sind jedoch auch die Menschen, die diese revolutionären Gedanken in die Tat umsetzen“, ergänzte der Professor.

1989 waren es Dr. Konrad Bauer, damaliger Forstpräsident des Regierungspräsidiums Stuttgart und Ventur Schöttle damaliger Staatssekretär und Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Baden-Württemberg e. V., die die Vision einer waldpädagogischen Einrichtung hatten und sie mit dem Haus des Waldes als erstem Waldpädagogikzentrum in Deutschland auch gleich umsetzten. Beide Gründer feierten an diesem Abend mit und erzählten sehr authentisch und lebhaft von den Anfängen des Haus des Waldes

Der oberste Hausherr des Haus des Waldes, der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, unterstrich: „Die Gründer des Haus des Waldes dachten 1989 modern und zukunftsweisend. Die damalige Landesforstverwaltung setzte bereits vor 30 Jahren gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald auf Bildung, die greifbar und erlebbar ist.“ Mit unserer ‚Bildungsoffensive Wald‘ werden wir die Waldpädagogik in eine gute Zukunft führen“, betonte er. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann pflichtete dem bei: „Die Kultusverwaltung hat früh das große Potential des außerschulischen Lernorts Wald erkannt und das forstliche Bildungsprojekt von Beginn an mit einer Lehrkraft unterstützt. Das Haus des Waldes ergänzt als außerschulischer Lernort den Schulunterricht in idealer Weise“.

Ein herausragendes Beispiel für diese nachhaltige Waldpädagogik und die gute Zusammenarbeit zwischen dem Haus des Waldes und den Schulen und ist die Kooperation des Haus des Waldes mit dem Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG) in Stuttgart-Sillenbuch. Alle 9. Klassen bewirtschaften ein Schuljahr lang ihr eigenes Stück Wald in Degerloch. Das GSG wurde an diesem Abend durch seinen Musical-Chor repräsentiert. Mit Songs der Neuen Deutschen Welle vereinten die Sängerinnen und Sänger mühelos die gute Laune-Stimmung mit dem Beginn der Umweltbewegung in den 80er Jahren.

Beschwingt konnten die Gäste den Abend im Sommerwald bei Snacks und Gesprächen ausklingen lassen. Selbst ein Gewitterschauer tat der guten Stimmung keinen Abbruch.

Herzlichen Dank an alle Akteure, die zur Gestaltung des rundum gelungenen Abends beigetragen haben.