Wir brauchen den Wald!

Deutschland ist zu gut einem Drittel mit Wald bedeckt. Viele Tiere, Pflanzen und Pilze leben hier miteinander. Auch wir sind Teil dieses Lebensraums.


Der Mensch verwendet schon lange Holz aus dem Wald: Über dem Holzfeuer kochte man, trocknete die Kleidung und wärmte sich an kalten Tagen. Noch heute werden Gegenstände aus dem Holz des Waldes gefertigt, zum Beispiel die Möbel in deiner Wohnung oder das Papier, das du täglich verwendest. Sogar Häuser findest du aus Holz.

 

Auch in Märchen spielt der Wald eine große Rolle, ebenso in vielen Liedern, Sprichwörtern und Filmen. Denk nur an „Hänsel und Gretel“ oder „Der Herr der Ringe“.

 

Viele Menschen erholen sich im Wald. Sie spazieren, joggen, fahren Rad oder sitzen einfach auf einer Bank und genießen den Ausblick. Andere sammeln Pilze und Beeren, um diese in der Küche zu verarbeiten.

 

Ein Leben ohne Wald ist kaum denkbar. Der Boden des Waldes ist ein riesiger Wasserspeicher. Wie ein Schwamm sammelt er Regen und gibt das Wasser langsam wieder ab. Er schützt die Menschen vor Hochwasser nach starkem Regen und vor Wassermangel in trockenen Zeiten.

 

Die Kronen der Bäume wirken außerdem wie eine Klimaanlage. Sie liefern Sauerstoff, binden schädliche Stoffe und geben Wasserdampf an die Luft ab. Ohne Wald hätten wir an vielen Tagen „Dicke Luft“, dank des Waldes können wir frische Luft atmen. Der Wald ist also ein Multifunktionstalent auf das wir nicht verzichten können.

 

 

Alleine geht gar nichts!

Der Wald ist ein gedeckter Tisch: Insekten und andere Tiere bilden die Grundlage für unzählige Nahrungsketten. Auch Blätter, Eicheln, Bucheckern und sogar Holz sind auf der Speisekarte vieler Waldbewohner zu finden.

 

Zum Beispiel sind die Blätter der Bäume Grundlage für das Wachstum von Raupen, die wiederum den Vögeln schmecken. Mancher Vogel steht aber auf dem Speiseplan von Wieseln, Mardern und Greifvögeln und sichert somit deren Überleben.

 

Diese Nahrungsketten kommen nicht alleine vor. Sie sind mit- und ineinander zu Nahrungsnetzen verwoben. Viele Lebewesen (= Kettenglieder) sind also miteinander verbunden und voneinander abhängig. Wird ein Glied verändert, hat dies Auswirkungen auf viele andere Glieder. Man nennt das auch ökologisches Gleichgewicht. Eine Störung des ökologischen Gleichgewichts betrifft alle, auch die Menschen.